Die Bilder stammen aus dem Buch "Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland" Band 2 von Dr. Rainer Slotta. Aufnahmen wahrscheinlich Anfang der 1970er Jahre. Hier ein lesenswerter Auszug der Beschreibung des Kraftwerks Bamenohl aus dem Jahr 1977 von dem bedeutenden Industriearchäologen Prof. Dr. Rainer Slotta: "Das Innere des Kraftwerks wird von den schwarzen Maschinen der Generatoren beherrscht. Der Maschinenraum ist länglich rechteckig, mit hellen Bodenfliesen und schwarzen quadratischen Einschlüssen belegt, bis in Mannshöhe mit braunen Wandfliesen gekachelt, darüber hell verputzt. Die Fenster erhellen den Raum genügend. Die Ostseite eröffnet sich bühnenartig zum Turmuntergeschoß, in welchem das Reglerpult des Maschinisten steht: Ein mächtiges, etwas aufgedunsenes Gesims mit Klotzkonsolen dient als Abschlußgesims der "Bühne" und trug innerhalb einer Kartusche eine runde Uhr, die heute verschwunden ist. Auf der Unterstromseite seitlich der Eingangstür hat sich eine besonders schöne Bleikartusche erhalten, deren Inschrift in Majuskeln die Erinnerung an den Kraftwerksbau wachhält. Auf dem Rücksprung der Längsmauern des Maschinenraumes liegen die Gleise für den Laufkran". Das Buch ist mit etwas Glück nur noch antiquarisch zu bekommen. Hierin werden auch die Nachbarkraftwerke in Lenhausen Inbetriebnahme 1928 und Ahausen Inbetriebnahme 1938 ausführlich beschrieben. |
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Der hydraulische Voith Turbinenregler mit Windkessel war in den 1970er Jahren noch in Betrieb. Er sorgte für eine gleichmäßige Drehzahl des Maschinensatzes bei unterschiedlicher Belastung des Generators. Die untere Riemenscheibe diente zum Antrieb der Zahnradpumpe (Ölpumpe), die den nötigen Druck erzeugte, um die Regelstange (oben links) über einen Hydraulikzylinder zu bewegen. Die obere Riemenscheine ist mit dem stehenden Fliehkraftregler über ein Winkelgetriebe verbunden. Der kleine Elektromotor links unterhalb des rotierenden Fliehkraftreglers diente zur Steuerung des Reglers von der Warte aus (Fernsteuerung zur Synchronisierung des Generators mit dem Netz). Mit dem Steuerrad rechts konnte auch manuell direkt in den Hydraulikzylinder zur Regelung eingegriffen werden. Nähere Beschreibung hier |
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| Blick in den Schacht der
Doppel-Francisturbine von Maschinensatz 1. Die Welle oben ist mit der Regelstange im Maschinenhaus verbunden um den Wasserzufluss über die kranzförmig angeordneten Leitschaufeln in die Turbinen zu verändern. |
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| Die Unterstromfassade in den frühen 1970er Jahren | ![]() |